der Rentner

                          

 

           Der Rentner

                                                     

 

 Die Zeit vergeht und man wird alt,

Sie macht vor keinem Rentner halt.

Ob er arm ist oder auch reich,

einmal Abschied nehmen muss er gleich.

 

Denkt er zurück an seine Jugendzeit,

da sah er kein Auto weit und breit,

zur Arbeit ging`s auf Schusters Rappen,

und abends müde in die Klappen.

 

Die Löhne waren damals klein,

man kaufte nur das Nötigste ein,

und schwamm noch nicht im Geld,

dafür war noch sauber die Umwelt.

 

In der Freizeit sammelte man noch Holz,

und war auf jede Bürde stolz,

man schaffte mehr mit bloßen Händen,

und tat viel weniger verschwenden.

 

Alles läuft jetzt maschinell,

und geht immer noch zu wenig schnell,

der Mensch braucht weniger zu denken,

die Computer tun alles lenken.

 

Ob so die Menschen nicht entgleisen,

wird sich später noch erweisen,

der Rentner muss sich auch entschließen,

wie er den Lebensabend will genießen.

 

Er möchte noch reisen und auch wandern,

denn bald stirbt einer nach dem andern,

die Zeit vergeht, sie steht nicht still,

weil die Schöpfung es so will. 


********************


Das Alter kommt auf seine Weise
 
 
Ich treffe wen und nicke, weil er mich höflich grüsst.
Wenn ich, du meine Güte, nur seinen Namen wüsst!
Wie heisst er nur, ich kenn ihn doch?
Wie war denn nur sein Name noch?
Ich forsche, sinne, denke nach,
nichts rührt sich da zu meiner Schmach.
Da sag ich mir ganz still und leise:
„Das Alter kommt auf seine Weise!“
 
Vom dritten Stock steig ich hinunter,
geh auf die Strasse froh und munter,
da plötzlich frag ich mich verdrossen,
hab ich die Tür auch abgeschlossen?
Drauf könnt ich schwören einen Eid,
steig wieder hoch zu meinem Leid,
Da sag ich mir ganz still und leise,
„Das Alter kommt auf seine Weise!“
 
Brauch ich etwas aus meinem Schrank,
der gut gefüllt ist, Gott sei Dank.
Hab ich geöffnet kaum die Tür,
da frag ich mich , was wollt ich hier?
Verstört bin ich, dass in Sekunden,
das, was ich vorhat, ist entschwunden.
Da sag ich mir ganz still und leise:
„Das Alter kommt auf seine Weise!“
 
Benütz ich mal das Bügeleisen
Und geh anschliessend ich auf Reisen,
drei Wochen bang ich, ungelogen,
hab ich den Stecker rausgezogen?
Steckt der noch etwa in der Wand?
Bin ich vielleicht schon abgebrannt?
Da sag ich mir ganz still und leise:
„Das Alter kommt auf seine Weise!“
 
Zum Frühstück nehm ich drei Tabletten,
die sollen mein Gedächtnis retten.
Dann frag ich mich so ganz beklommen:
„Hab ich sie wirklich eingenommen?“
Ja, ist mein Denken denn noch dicht?
Denn zweimal nehmen, darf ich’s nicht.
Da sag ich mir ganz still und leise:
„Das Alter kommt auf seine Weise!“

******* nimm Dir Zeit ********
 
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